Anlässlich des 725-jährigen Stadtjubiläums vom 8. bis 31. Mai 2026.
Initiiert von ENGELsART-Mitglied Uwe Wintersohl und der vielseitigen Künstlerin Christine Bretz zeigten mehr als 30 Künstler*innen ihre Werke und Performances in der Stadt.In Geschäften, Schulen, Ateliers, Cafés, im Rathaus oder an öffentlichen Plätzen.
Die Eröffnungveranstaltung war am Freitag, den 8. Mai, um 17 Uhr in der Altstadtkirche, Kirchstr. 10.
Die Abschlussveranstaltung war am Sonntag, den 31. Mai um 19 Uhr im SchauspielHaus Bergneustadt.
Parallel zur Ausstellung „Druck & Poesie“ im Frühjahr 2026 hat ENGELsART zu einer Schreibwerkstatt mit Sabine Wallefeld eingeladen.
Fünf Frauen hatten sich getroffen und ihre Gedanken zu einigen Exponaten geschrieben.
Gestartet wurde mit einem Zitat von Friedrich Schiller: „Kunst ist die Tochter der Freiheit“
Text von Daphna Koll: Wenn ich diesen Worten nachspüre, will ich dies bejahen. Die Freiheit ist ein Ort für Inspiration. Hier kann ich allen Sinnen „die lange Leine“ geben, mich aussetzten, einlassen, offen für Einfälle bleiben, das Gewicht von Worten (Leichtigkeit / Schwere) ertasten, die Waage schwingen lassen und – spielen lernen. Schauen, was sagbar, was mit-teilbar ist. Worte aufgreifen, verwerfen, Wegsamkeit prüfen, Festigkeit geben durch Dichte. Die Töchter und Söhne wachsen heran.
Text von Elke Erben: Ein schönes Gefühl Tochter zu sein. Ich heiße Kunst, mit Nachnamen Freiheit. Das gibt mir unendlich viele Möglichkeiten mich zu entfalten. Das zu tun, was für mich gut und sinnvoll ist. Dinge auszuprobieren, die ich eventuell nicht tun würde. In Kontakt zu kommen mit Menschen, von denen ich lernen kann. Die mich ermutigen. Mit Materialien zu spielen und zu experimentieren. Farben und Formen zu verknüpfen. Themen zu bearbeiten, die mir wichtig sind. Meine Geschwister heißen Neugier und Inspiration, mein Vater Mut. Ich bin dankbar, dass es Euch gibt.
Weiter ging es mit einer Bildbeschreibung:
Röntgenbilder
Durchsicht, Einsicht, Ansicht, durchscheinende Karten. Wer „es“ wissen will, schaut hinein,durchleuchtet ein Bild – noch geheimnisvoll -, eine analytische Offenbarung zwischen Schatten und Wahrheit mit Licht gezeichnet.
Die Oberfläche zeigt reale Formen, bekannt – vertraut, verlässlich, wie eine schonende Decke, ein mildes Tuch. Die gewählten Motive stören die Durchsicht, wollen nicht wissen, machen etwas Anderes mit einer „Wahrheit“, verdrängen die Botschaft, wollen s c h ö n sein.
Spuren, die eingeschrieben sind, Zeichen, die gelesen sein können.
Der erste Blick: Zwei Gestalten, reduziert, Rückenansicht ohne Arme, Beine eng aneinander, Füße unsichtbar. Eine Figur grün, die andere weiß auf rotem Grund füllen fast das ganze Bild.Hintergrund weiß mit schwarz-grünen und roten Streifen.
Was sehe ich? Die Umrisse der Figuren sind gleich. Doch wirken sie unterschiedlich.
Druck: Christiane Klapdor Text: Susanne Rejeb
Roter Hintergrund vergrößert, verbreitert Körper und Kopf, durch Farbe und Form mächtiger, dominierend, rot bedrängt die grüne Körperseite, übergriffig. Rote Fackel über dem Haupt, Einfluss nehmend auf den Geist. Grün kann sich noch behaupten, lässt einen Raum offen zum Rand. Unsicher. Wirre weiße Kringel zeigen innerliche Zerrissenheit. Rechts dagegen starke, senkrecht verlaufende Geraden, nur tangierend, unterstreichen aufrechte Haltung, bieten Schutz, grenzen ab. Weiße Rundungen über der Schulter, nichts lastet, nichts stört, Ruhe. Auf grüner Schulter schwarze Linien, Gewicht. Dennoch: Zarte grüne Sprenkel in den weißen Streifen zwischen den Beiden. Hoffnung. Sie werden ihren Weg gemeinsam gehen.
Zu diesem Bild gibt es weiter unten noch eine Bildgeschichte …
Texte: Elke Erben
Druck links: Daphna Koll
Ein langes, schmales Etwas – ca. 2,5 x 70 cm groß. Ein weißer Hintergrund und ein schwarzer Vordergrund. Unterbrochen durch weiße Linien oder freie Flächen. Oben ein Oval. Zwischendurch dickere Flächen im Wechsel mit dünnen Linien. rund um das Oval weniger Farbauftrag/Druck.
Zu diesem Bild links gibt es unten noch eine Bildgeschichte …
Druck oben: André Nowack
Ein nahezu quadratisches Bild. Linien in horizontaler und vertikaler Richtung. Nicht exakt, sondern willkürlich eingeritzt ins Holz. Mal dünner und mal dicker. Die Flächen zwischen den Vertiefungen sind monochrom mit einem Blau/Grün/Türkis gefärbt. In unterschiedlichen Helligkeitsstufen, flächig mit Struktur. Ach die Tiefe der Rillen variieren. Ebenso deren Breite und Helligkeit.
Zum Schluss war noch Zeit für eine Bildgeschichte:
Der große Krah mit scharfem Blick Durchdringt er dichGefährlich Hockt in seinem Federkleid Den riesigen Schnabel schon bereit Zu stürzen auf eine kleine Maus Die armen Tierchen packt der Graus Oh, großer Krah, bitte um Gnade Wär um die Mäuschen jammerschade
Druck: Beate Mittelberg Text: Susanne Rejeb
Silhouetten plötzlich ein ungutes Gefühl. Wenn aus dem Nichts Gefahr lauert,bin ich bereit zu rennen?
Nähe jetzt ist es ganz anders. Keine Angst und keine Flucht, nur das was ist – Begegnung.
Druck: Daphna Koll Text: Elke Erben
Druck links: Christiane Klapdor
Dreiklang mit Kreisen farbige Flächen im Bild Bewegung spürbar
Ohne Abbildung zum Druck von Rainer Aring
Ist doch nur ein Kuss denkt der Verstand – doch das Herz spürt ganz viel Liebe
Haikus: Elke Erben
Druck von Daphna Koll:
Ein langes Etwas in Schwarz und Weiß kein Titel und keine Idee. Dennoch sofort verliebt in dieses Grafische die Eleganz des Unscheinbaren.
Keine sich aufdrängenden Farben aber eine ungewöhnliche Form. Ist es das, was mich anspricht und die Gedanken zum Fließen bringen? Nach dem Motto: weniger ist mehr.
Druck von Christiane Klapdor:
Zwei Wesen ein ICH, ein DU vielleicht sogar ein WIR. Jedes für sich oder doch gemeinsam? Erst jetzt oder schon länger? Mit Blick zurück oder nach vorn? Mit Kribbeln im Bauch oder aus Gewohnheit? Wer weiß das schon.
Wichtig ist nur, dass es sie gibt – diese zwei Wesen.
Parallel zur Ausstellung „Druck & Poesie“ gab es einen kleinen Workshop. Am 11. April zeigten Rainer Aring und einige andere beteiligte Künstlerinnen, wie Drucke hergestellt werden. Auf Linolplatten, CD oder Tetrapack, mit Werkzeug und Nadeln sowie Farben und natürlich mit einerDruckpresse.
14 Teilnehmer*innen sowie einige Zuschauer*innen konnten sich selbst ein Bild machen, wie viel Spaß – aber auch Mühe – es macht, einen Druck vorzubereiten. Oder sich experimentell darauf ein- und überraschen zu lassen. Doch mit den Ergebnissen waren alle sehr zufrieden.
Ein rundum gelungener Nachmittag, den wir unbedingt noch mal wiederholen sollten.
aus der Umgebung zeigten ihre künstlerischen Positionen zum Portrait.
Mit unterschiedlichen Farben und Techniken … – aus vier Blickwinkeln.
Im Fokus stand das menschliche Gesicht – als Ausdrucksträger, Projektions-fläche und Spiegel innerer Zustände. Unterschiedliche Blickweisen eröffneten einen Raum der Begegnung und Reflexion.
Am ersten Wochenende im Mai 2026 ist es wieder soweit:Die Ehrenfeld Kunstroute in Köln lädt ein. Mehr als 80 Künstler*innen beteiligen sich und zeigen ihre Kunst im Atelier, in Galerien und Kunsträumen.
Es ist wieder soweit: Die Art Fair in Köln öffnet ihre Türen – vom 24. bis 26. April 2026. Zeitgenössische junge Kunst … in der XPost, Gladbacher Wall 5.
Am Samstag, den 14. März 2026 war es wieder soweit: Die Band JazzStones – Stefan Heidtmann (piano), Markus Braun (bass), Marcel Wasserfuhr (drums) – fusionieren modernen europäischen Jazz mit Klassikern des Rock´n´Roll.
Aber auch Eigenkompositionen und Standards gehören zum vielfältigen Repertoire. Begleitet werden Sie von Marcus Bartelt am Tenor- und Bariton-Saxophon. Die zahlreich erschienenen Besucher*innen waren begeistert von dieser besonderen musika-lische Reise mit Adaptionen der Rolling Stones.
Nach der Renovierung des Alten Baumwolllagers präsentierte die Kunst- und Kulturinitiative in Engelskirchen das erste musikalische Highlight:
Ein Konzert von „Eden West“ – vier Musiker*innen aus Engelskirchen (Claudia Hansen / vocals – Didi Hamann / piano – Helmut Klein / bass – Jörn Beckesch / drums) haben eigene und aktuelle Songs aus den Charts in ein „jazziges“ Gewand gepackt. Kombiniert mit traditionellen Jazzstandards und Latin-Klängen. Die Veranstaltung am 21. Februar 2026 war gut besucht und die Zuhörer*innen waren begeistert von der Vielfalt der Songs.
Die Jahresausstellung von ENGELsART-Mitgliedern zum Thema „Swing & Soul“ wurde vom 26. April bis 24. Mai 2026 im Alten Baumwolllager präsentiert.
Vernissage: Sonntag, 26. April 11 – 13 Uhr
Linoldruck Saxophonist: Peter Leins
Begleitprogramm:
Während der Ausstellung gab es auch einen besonderen Abend: Jazz kulinarisch – erst ein thematisch angepasstes 3-Gänge-Menü und anschließend ein Konzert mit der Antje Mallwitz Band. Am Samstag, den 9. Mai 2026 ab 18 Uhr.
Noch bis zum 29. März 2026 präsentiert Marlis Sauer im Basement 16 in Bensberg eine ungewöhnliche Ausstellung. Ich habe sie mir heute angeschaut und kann sie nur empfehlen.
Der interdisziplinäre Künstler, Schriftsteller, Musiker Holger CROW (hier vor einigen seiner Arbeiten – rechts in Kooperation mit Tali He) hat die international besetzte Ausstellung kuratiert. 25 Künstler*innen aus zehn Nationen zeigen eine interessante Vielfalt aus Malerei und Fotografie.
Igor Sacharow-Ross
Shelly Thanner
Qi Wei Zhang
pain-t – Markus Gertken
Eline Ostergaard
Parallel zur Ausstellung gibt es noch einen Workshop mit Crow und Livemusik. Einzelheiten finden Sie hier.
Sehr gefallen haben mir auch die Arbeiten von Thomas Michel mit der Hydrographie-Technik. Es lohnt sich, bis Ende März mal im Basement 16 vorbei zu schauen.