Da wir bisher die Bereiche „Landschaft“ und „Abstrakt“ besprochen haben, werden wir uns beim nächsten Mal mit den Genres „Portrait“ und „Architektur“ beschäftigen.
Elke Erben sucht wieder jeweils zwei Bilder aus der künstlerischen Fotografie raus, die wir erst einzeln und dann im Vergleich analysieren.
Das nächste Treffen findet statt: Donnerstag, 2. Juli 2026, 18 Uhr im Alten Baumwolllager
Wer auch mal vorbeischauen möchte, schickt bitte ein kurze Mail an veranstaltung@engelsart.de – oder kommt einfach vorbei …
Hier ging es u.a. um die Fragen: „Ist es ein dokumentarischer Moment oder eine bewusst gestaltete Idee von Landschaft?“ Und „Welche Rolle hat der Mensch in dieser Landschaft?“
Außerdem abstrakte Bilder von Lászlo Moholy-Nagy – Photogramm – 1920er Jahre und Wolfgang Tillmans – Freischwimmer #54 – 2004
Diese beiden Arbeiten wurden nicht mit einer Kamera aufgenommen, sondern mit Hilfe fotografischer Hilfsmitteln gestaltet. Daher u.a. die Frage: „Sind das auch Fotografien?“
Das Kunstkabinett Hespert präsentiert zum Gedenken an die im Novembert 2025 verstorbene Künstlerin Maria Rohr eine Ausstellung ihrer vielfältigen Papierarbeiten. Vom 10. Mai bis 12. Juli in Reichshof-Hespert.
Zur Vernissage werde ich es wohl nicht schaffen, aber bestimmt an einem anderen Tag während der Öffnungszeiten. Ich habe Maria und Ihre Kunst sehr gemocht.
Anlässlich des 725-jährigen Stadtjubiläums vom 8. bis 31. Mai 2026.
Initiiert von ENGELsART-Mitglied Uwe Wintersohl und der vielseitigen Künstlerin Christine Bretz zeigen mehr als 30 Künstler*innen ihre Werke und Performances in der Stadt.In Geschäften, Schulen, Ateliers, Cafés, im Rathaus oder an öffentlichen Plätzen.
Die Eröffnungveranstaltung ist am Freitag, den 8. Mai, um 17 Uhr in der Altstadtkirche, Kirchstr. 10.
Die Abschlussveranstaltung ist am Sonntag, den 31. Mai um 19 Uhr im SchauspielHaus Bergneustadt.
Darüberhinaus gibt es einige weitere Vernissagen …
Parallel zur Ausstellung „Druck & Poesie“ im Frühjahr 2026 hat ENGELsART zu einer Schreibwerkstatt mit Sabine Wallefeld eingeladen.
Fünf Frauen hatten sich getroffen und ihre Gedanken zu einigen Exponaten geschrieben.
Gestartet wurde mit einem Zitat von Friedrich Schiller: „Kunst ist die Tochter der Freiheit“
Text von Daphna Koll: Wenn ich diesen Worten nachspüre, will ich dies bejahen. Die Freiheit ist ein Ort für Inspiration. Hier kann ich allen Sinnen „die lange Leine“ geben, mich aussetzten, einlassen, offen für Einfälle bleiben, das Gewicht von Worten (Leichtigkeit / Schwere) ertasten, die Waage schwingen lassen und – spielen lernen. Schauen, was sagbar, was mit-teilbar ist. Worte aufgreifen, verwerfen, Wegsamkeit prüfen, Festigkeit geben durch Dichte. Die Töchter und Söhne wachsen heran.
Text von Elke Erben: Ein schönes Gefühl Tochter zu sein. Ich heiße Kunst, mit Nachnamen Freiheit. Das gibt mir unendlich viele Möglichkeiten mich zu entfalten. Das zu tun, was für mich gut und sinnvoll ist. Dinge auszuprobieren, die ich eventuell nicht tun würde. In Kontakt zu kommen mit Menschen, von denen ich lernen kann. Die mich ermutigen. Mit Materialien zu spielen und zu experimentieren. Farben und Formen zu verknüpfen. Themen zu bearbeiten, die mir wichtig sind. Meine Geschwister heißen Neugier und Inspiration, mein Vater Mut. Ich bin dankbar, dass es Euch gibt.
Weiter ging es mit einer Bildbeschreibung:
Röntgenbilder
Durchsicht, Einsicht, Ansicht, durchscheinende Karten. Wer „es“ wissen will, schaut hinein,durchleuchtet ein Bild – noch geheimnisvoll -, eine analytische Offenbarung zwischen Schatten und Wahrheit mit Licht gezeichnet.
Die Oberfläche zeigt reale Formen, bekannt – vertraut, verlässlich, wie eine schonende Decke, ein mildes Tuch. Die gewählten Motive stören die Durchsicht, wollen nicht wissen, machen etwas Anderes mit einer „Wahrheit“, verdrängen die Botschaft, wollen s c h ö n sein.
Spuren, die eingeschrieben sind, Zeichen, die gelesen sein können.
Der erste Blick: Zwei Gestalten, reduziert, Rückenansicht ohne Arme, Beine eng aneinander, Füße unsichtbar. Eine Figur grün, die andere weiß auf rotem Grund füllen fast das ganze Bild.Hintergrund weiß mit schwarz-grünen und roten Streifen.
Was sehe ich? Die Umrisse der Figuren sind gleich. Doch wirken sie unterschiedlich.
Druck: Christiane Klapdor Text: Susanne Rejeb
Roter Hintergrund vergrößert, verbreitert Körper und Kopf, durch Farbe und Form mächtiger, dominierend, rot bedrängt die grüne Körperseite, übergriffig. Rote Fackel über dem Haupt, Einfluss nehmend auf den Geist. Grün kann sich noch behaupten, lässt einen Raum offen zum Rand. Unsicher. Wirre weiße Kringel zeigen innerliche Zerrissenheit. Rechts dagegen starke, senkrecht verlaufende Geraden, nur tangierend, unterstreichen aufrechte Haltung, bieten Schutz, grenzen ab. Weiße Rundungen über der Schulter, nichts lastet, nichts stört, Ruhe. Auf grüner Schulter schwarze Linien, Gewicht. Dennoch: Zarte grüne Sprenkel in den weißen Streifen zwischen den Beiden. Hoffnung. Sie werden ihren Weg gemeinsam gehen.
Zu diesem Bild gibt es weiter unten noch eine Bildgeschichte …
Texte: Elke Erben
Druck links: Daphna Koll
Ein langes, schmales Etwas – ca. 2,5 x 70 cm groß. Ein weißer Hintergrund und ein schwarzer Vordergrund. Unterbrochen durch weiße Linien oder freie Flächen. Oben ein Oval. Zwischendurch dickere Flächen im Wechsel mit dünnen Linien. rund um das Oval weniger Farbauftrag/Druck.
Zu diesem Bild links gibt es unten noch eine Bildgeschichte …
Druck oben: André Nowack
Ein nahezu quadratisches Bild. Linien in horizontaler und vertikaler Richtung. Nicht exakt, sondern willkürlich eingeritzt ins Holz. Mal dünner und mal dicker. Die Flächen zwischen den Vertiefungen sind monochrom mit einem Blau/Grün/Türkis gefärbt. In unterschiedlichen Helligkeitsstufen, flächig mit Struktur. Ach die Tiefe der Rillen variieren. Ebenso deren Breite und Helligkeit.
Zum Schluss war noch Zeit für eine Bildgeschichte:
Der große Krah mit scharfem Blick Durchdringt er dichGefährlich Hockt in seinem Federkleid Den riesigen Schnabel schon bereit Zu stürzen auf eine kleine Maus Die armen Tierchen packt der Graus Oh, großer Krah, bitte um Gnade Wär um die Mäuschen jammerschade
Druck: Beate Mittelberg Text: Susanne Rejeb
Silhouetten plötzlich ein ungutes Gefühl. Wenn aus dem Nichts Gefahr lauert,bin ich bereit zu rennen?
Nähe jetzt ist es ganz anders. Keine Angst und keine Flucht, nur das was ist – Begegnung.
Druck: Daphna Koll Text: Elke Erben
Druck links: Christiane Klapdor
Dreiklang mit Kreisen farbige Flächen im Bild Bewegung spürbar
Ohne Abbildung zum Druck von Rainer Aring
Ist doch nur ein Kuss denkt der Verstand – doch das Herz spürt ganz viel Liebe
Haikus: Elke Erben
Druck von Daphna Koll:
Ein langes Etwas in Schwarz und Weiß kein Titel und keine Idee. Dennoch sofort verliebt in dieses Grafische die Eleganz des Unscheinbaren.
Keine sich aufdrängenden Farben aber eine ungewöhnliche Form. Ist es das, was mich anspricht und die Gedanken zum Fließen bringen? Nach dem Motto: weniger ist mehr.
Druck von Christiane Klapdor:
Zwei Wesen ein ICH, ein DU vielleicht sogar ein WIR. Jedes für sich oder doch gemeinsam? Erst jetzt oder schon länger? Mit Blick zurück oder nach vorn? Mit Kribbeln im Bauch oder aus Gewohnheit? Wer weiß das schon.
Wichtig ist nur, dass es sie gibt – diese zwei Wesen.
Parallel zur Ausstellung „Druck & Poesie“ gab es einen kleinen Workshop. Am 11. April zeigten Rainer Aring und einige andere beteiligte Künstlerinnen, wie Drucke hergestellt werden. Auf Linolplatten, CD oder Tetrapack, mit Werkzeug und Nadeln sowie Farben und natürlich mit einerDruckpresse.
14 Teilnehmer*innen sowie einige Zuschauer*innen konnten sich selbst ein Bild machen, wie viel Spaß – aber auch Mühe – es macht, einen Druck vorzubereiten. Oder sich experimentell darauf ein- und überraschen zu lassen. Doch mit den Ergebnissen waren alle sehr zufrieden.
Ein rundum gelungener Nachmittag, den wir unbedingt noch mal wiederholen sollten.
aus der Umgebung zeigen ihre künstlerischen Positionen zum Portrait.
Mit unterschiedlichen Farben und Techniken … – aus vier Blickwinkeln.
Im Fokus steht das menschliche Gesicht – als Ausdrucksträger, Projektions-fläche und Spiegel innerer Zustände. Unterschiedliche Blickweisen eröffnen einen Raum der Begegnung und Reflexion.
Vernissage: Sonntag, 31. Mai 2026 / 11 – 13 Uhr
Weitere Öffnungszeiten:
Samstags 6. Juni / 13. Juni / 20. Juni jeweils 15 – 17 Uhr
Sonntags 31. Mai / 7. Juni / 14. Juni / 21. Juni jeweils 11 – 13 Uhr und 15 – 17 Uhr