Kategorie: Foto-Rueckblick

  • Am dritten Abend …


    … beim FotoTalk ARTe[F]AKT beschäftigten wir uns in kleiner Runde mit den Themen „Architektur“ und „Portrait“.


    Elke Erben hatte wieder jeweils zwei Bilder ausgewählt, die dann u.a. mit folgenden Fragen analysiert wurden:

    • Was fällt auf und was unterscheidet die Bilder?
    • Hinsichtlich Gestaltung und Haltung der Fotograf*innen?
    • Welche Aussage soll getroffen werden?


    Gegenüberstellung Architektur:

    Bernd & Hilla Becher – Fachwerkhäuser (1958 – 74)
    und
    Hélène Binet – Heydar Aliyev Center in Baku (von Zaha Hadid)

    Gegenüberstellung Portrait

    August Sander – Wandernder Zimmermann (1928)
    und
    Zanele Muholi – Bester I, Mayotte (2015)

    Hier wurde auch die Frage diskutiert, welche Rolle der Raum spielt und wie wird der abgebildete Mensch wahrgenommen wird. Ist die Person spontan oder inszeniert fotografiert?

  • Am zweiten Abend …

    bei ARTe[F]AKT ging es um Bildanalyse. Jeweils zwei Bilder
    aus den Bereichen „Landschaft“ und „Abstrakt“ wurden diskutiert.

    Grundlage bildeten die Fragen nach

    • Form & Komposition
    • Licht & Farbe
    • Zeit & Moment
    • Realität vs. Konstruktion
    • Intention & Aussage
    • Kontext & Referenzen

    Gegenübergestellt wurden Landschaften von
    Ansel Adams – Moonrise, Hernandez, New Mexico – 1941
    und
    Edward Burtynsky – Uranium Tailings #12, Ontario – 1995

    Hier ging es u.a. um die Fragen: „Ist es ein dokumentarischer Moment
    oder eine bewusst gestaltete Idee von Landschaft?“
    Und „Welche Rolle hat der Mensch in dieser Landschaft?“

    Außerdem abstrakte Bilder von
    Lászlo Moholy-Nagy – Photogramm – 1920er Jahre
    und
    Wolfgang Tillmans – Freischwimmer #54 – 2004

    Diese beiden Arbeiten wurden nicht mit einer Kamera aufgenommen, sondern mit Hilfe fotografischer Hilfsmitteln gestaltet.
    Daher u.a. die Frage: „Sind das auch Fotografien?“

  • Ein gelungener erster Abend …

    … bei ARTe[F]AKT,
    dem Foto Talk bei ENGELsART.

    Acht fotobegeisterte Menschen waren gekommen, um sich über künstlerische Fotografie auszu-tauschen.

    Elke Erben hatte einige Impulse vorbereitet und so wurde die Frage diskutiert:

    „Was unterscheidet ein gutes Foto von einem künstlerischen Foto?“


    Hier ein paar Ergebnisse in der Zusammenfassung:

    Ein gutes Foto überzeugt durch technische handwerkliche Perfektion,
    starke Komposition, überzeugende Lichtverhältnisse, passende Schärfe.
    Es zeigt eine klare Abbildung eines Motivs, um Emotionen oder Informationen zu vermitteln. Es ist direkt erkennbar, meist dokumentarisch und bietet Möglichkeiten zur Erinnerung: So war es gewesen.

    Ein künstlerisches Foto hingegen geht darüber hinaus: Es dient als Ausdruck einer persönlichen Vision, interpretiert die Wirklichkeit und erzählt eine Geschichte. Oftmals muss mehrfach hingeschaut werden,
    der Inhalt ist nicht direkt offensichtlich erkennbar. Es zielt darauf ab,
    den Betrachter zum Nachdenken anzuregen und zu fragen: Was soll das?
    Was möchte der Künstler damit ausdrücken oder bewirken? 

    Der Unterschied zwischen einem guten Foto und einem künstlerischen Foto liegt primär in der Intention und der Aussagekraft über die Abbildung der Realität hinaus.



    Darüber hinaus wurde überlegt, wie es mit ARTe[F]AKT beim nächsten Treffen am 7. Mai 2026 weitergehen kann. Es bestand Einigkeit darüber, dass ein Talk nicht ausreichen könnte – zumindest wenn keine Bilder zu sehen sind. Daher werden Bildbesprechungen (von künstlerischen Fotos) – auch bei gemeinsamen Ausstellungsbesuchen – einen Platz bekommen …

    Vorschlag von Elke:
    Lebensräume – Zeitgenössische Perspektiven aus NRW
    13. März bis 12. Juli 2026 – Photografische Sammlung Köln



    Außerdem wurde angeregt, mal darüber nachzudenken, wann die Teil-nehmenden zuletzt bei einem eigenen Foto das Gefühl hatten, das könnte über ein gutes Foto hinausgehen.