Schlagwort: Kunst

  • Kunstroute Ehrenfeld

    Am ersten Wochenende im Mai 2026 ist es wieder soweit:Die Ehrenfeld Kunstroute in Köln lädt ein. Mehr als 80 Künstler*innen beteiligen sich
    und zeigen ihre Kunst im Atelier, in Galerien und Kunsträumen.


    Weitere Infos zum 2. und 3. Mai inkl. Adressen und Karte:
    https://ehrenfeld-kunstroute.org/

  • Interview mit Elisabeth Bruns – 03.03.2026

    Ich treffe Elisabeth in der „Kaffee-pause“ in Overath. Nach einer gesundheitlich angeschlagenen Zeit freut sie sich auf einen schönen Cappuccino und ein Stück Tiramisu-Torte – statt des Mittagessens. Ich bestelle mir einen Café Crema und dann geht
    es los. Einleitend erzählt mir Elisabeth, dass sie im Moment etwas „Mal-faul“ ist. Und sie derzeit nicht weiß, wohin ihre künstlerische Reise gehen soll.

    Daher die Frage, was sie aktuell beschäftigt.
    Mitte März findet die Kunstmesse in Mondorf statt, an der ich wieder teil-nehmen werde. Dort war ich vor Corona schon mal, und rechne mit ca. 40 Teilnehmenden aus Handwerk und Kunst. Ich bereite daher einige kleine quadratische und runde Exponate in Acryl vor. Ich habe nämlich die Erfahrung gemacht, dass sich diese besser verkaufen lassen. Natürlich werde ich auch größere Werke von mir ausstellen. Ein Thema habe ich dafür nicht, ich werde die Vielseitigkeit meiner Werke präsentieren. Es sind Arbeiten in Acryl gegenständlich und abstrakt, Collagen, Mischtechniken, aber auch einige Arbeiten in Pastell.


    Wie definierst Du Kreativität/Kunst für Dich?
    Für mich ist Freiheit eine große Voraussetzung für meine künstlerische Tätigkeit. Ich habe viele Dinge im Kopf, die ich noch umsetzen möchte und es kommen immer neue Ideen dazu. Manche verblassen für eine gewisse Zeit wieder, da sie von anderen Ideen überlagert werden, aber irgendwann tauchen sie wieder auf. Und dann diese unendliche Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten. Ich probiere darum auch immer wieder gerne Neues aus.

    Wie bist Du zur Kunst gekommen?
    Im Grunde durch einen Umzug ins neue Haus 2008. Einige Wände waren noch so leer, da sollten Bilder hängen. Aber was mir (und meinem Mann) gefiel, war uns etwas zu teuer. Und habe dann 2010 angefangen zu malen. Da ich auch gerade den Job gewechselt habe, hatte ich etwas mehr Zeit und habe in einem regelmäßigen Kurs bei Sonja Siems in Overath drei Jahre die Grundlagen der Acrylmalerei erlernt.

    Danach habe ich immer mal wieder Kurse anderer Malerinnen und Maler besucht, um weitere Techniken zu erlernen und Feedback zu meinen Bildern zu bekommen. Ich bin immer bei Acryl geblieben, habe erst in den letzten Jahren angefangen auch mit Pastellen zu malen.

    Was ist Dein größtes persön-liches Vergnügen beim Malen?
    Das größte Vergnügen ist der Prozess, wenn ein Bild entsteht. Und die Zufriedenheit, wenn es fertig ist und möglicherweise verkauft wird.

    Brauchst Du Publikum für
    Deine Kunst?
    Auf jeden Fall. Mir ist es wichtig meine Bilder auszustellen und von den Betrachtern ein Feedback zu bekommen. Das kann Anerkennung sein oder auch konstruktive Kritik. Ich möchte mich weiterentwickeln, daher ist der Austausch für mich sehr wichtig.

    Denn ich möchte mit meiner Kunst Schönheit zeigen und anderen eine Freude bereiten. Daher war die Coronazeit auch wirklich frustrierend, denn es gab keine Resonanzmöglichkeiten. Und somit blieb die Frage nach der Sinnhaftigkeit meiner Malerei offen.

    Wie hast Du Deine Kunst entwickelt?
    Meine Bilder sind alle unterschiedlich, ich habe viel ausprobiert. Bei verschiedenen Künstler*innen (z. B. Karin Kuthe in Bergisch Gladbach oder Angelika Biber in Köln, von 2021 bis 2025 Studium in der Malakademie bei Per von Spee mit Abschlussdiplom), in Workshops und auf Malreisen. Viele Stile kennen gelernt, aber immer nur das rausgesucht, was mir gefällt und zu mir passt.

    Arbeitest Du lieber allein oder mit anderen?
    Ich arbeite gerne allein bei mir zuhause. Aber ich mag es auch sehr in der Gruppe zu malen, sich mit den anderen Teilnehmerinnen auszutauschen. Außerdem habe ich hier die Möglichkeit, mich ungestört für mehrere Stunden mit meiner Kunst zu beschäftigen.

    Von wem oder was lässt Du
    Dich bei Deinem Schaffen inspirieren?
    Von den Dingen, die ich im Alltag sehe – egal ob Muster in Textilien, Landschaften, die Natur an sich, Fotos in Zeitschriften und Zeitungen. Interessante Motive oder Inspirationen nehme ich mit dem Handy auf, und verarbeite es später malerisch.

    Gibt es etwas, was Dich bei Deinem Schaffen behindert?
    Meistens nur ich selber, durch zu wenig Zeit, andere Verpflichtungen oder fehlende kreative Stimmung.

    Bist Du außer bei ENGELsART noch woanders Mitglied?
    Ja, ich engagiere mich noch beim Kölner Malerkreis. Dort gibt es einen regelmäßigen Stammtisch für Gespräche und Ausstellungen in der Galerie „Im Malerwinkel“ im Rheinpark. Manchmal gehen wir auch „on tour“ und präsentieren unsere Werke in Hotels, in Rathäusern von Köln oder wie zuletzt im Nierenzentrum Köln.

    Welchen Stellenwert nimmt Kunst von anderen in Deinem Leben ein?
    Eher einen kleinen, ich möchte lieber eigene Kunst bei mir zuhause aufhängen. Aber zwei oder drei Werke von anderen haben wir schon. Mein Mann hat einige Drucke von großen Bildern des Overather Malers Dieter Framke erworben.

    An wie vielen Ausstellungen hast Du schon teilgenommen?
    Ich habe 2014 an der ersten Gemeinschaftsausstellung teilgenommen. Es war meine Idee mit den bisher in den Kursen bei Sonja Siems entstandenen Werken eine Ausstellung zu organisieren. Seitdem präsentiere ich regelmäßig meine Kunst auf Kunst- und Handwerkermärkten, stelle bei Kunstvereinen oder auf Anfrage auch in anderen Institutionen aus. Zurzeit stelle ich einige Werke im Altenheim Wahlscheid aus.

    Hast Du einen künstlerischen Traum?
    Als Traum würde ich es nicht bezeichnen, aber mein Ziel ist es schon, meine Werke zu verkaufen, da das für mich die größte Anerkennung ist.  


    Hast Du ein Lebensmotto?
    Am Ende meines Lebens möchte ich sagen können: Ich habe ein gutes und zufriedenes Leben gehabt. Natürlich habe ich bisher auch Negatives erfahren, aber das hat mich reifen lassen und in der Rückschau auch weitergebracht.

    Möchtest Du noch etwas Persönliches/Biografisches ergänzen?
    Ich erstelle sehr gerne Fotobücher, nicht nur von meinen Urlauben, sondern auch von meinen Werken.Denn es ist ein völlig anderes Gefühl ist, die Fotos in einem Buch zu sehen, als sich diese auf dem Computer anzuschauen.

    Darum habe ich meine künstlerische Laufbahn bisher in zwei Fotobüchern festgehalten. Einmal „Die Anfänge“ von 2010 bis 2015 sowie „Die Fortschritte“ von 2016 bis 2020. In diesem Jahr werde ich das dritte Buch erstellen über „Die weiteren Fortschritte“ von 2021 bis 2025. Wie es dann weitergeht, ist noch offen.

    Ich danke Elisabeth sehr herzlich für den unterhaltsamen Nachmittag und wünsche ihr eine gute Orientierung, wie es künstlerisch kreativ weitergehen kann.

    Elke Erben

  • Kunstbörse in Gummersbach

    Anfang November 2025 fand die Kunstbörse des Kunstforum Gummersbach statt. An zwei Orten (Kunstraum Markt 1 und Alte Vogtei) zeigten zwölf Künstler*innen Kunst im kleinen Format: zum sehen, staunen, kaufen und direkt mitnehmen.

    Ich habe mir die Kunstbörse mit meiner Familie angeschaut und war begeistert von der Vielfalt der Exponate und der angebotenen Techniken.

    Sehr spannend fand ich die Präsentation von Rose Schreiber mit der Gabel:

    Exponate von Rose Schreiber – Frechen


    Die Info auf der Gabel zum Preis der Exponate in Verbindung mit der Erwähnung des Mindestlohns hat mich stutzig gemacht.

    Und veranlasst, darüber nachzudenken: Was ist Kunst wert?

    Unterstützt hat mich dabei ChatGPT:

    Aus Sicht des Künstlers beginnt der Wert eines Kunstwerks weit vor dem ersten Pinselstrich. Schon das Material hat seinen Preis: hochwertige Farben, Leinwände, Rahmen, Werkzeuge. Hinzu kommen Ateliermiete, Energie, Transport, Ausstellungsgebühren – alles Faktoren, die oft übersehen werden. Und dann ist da die Zeit: Stunden, manchmal Tage oder Wochen intensiver Arbeit.

    Rechnet man nüchtern, müsste selbst ein kleineres Werk mindestens so vergütet werden, dass der Künstler – wie in jedem anderen Beruf – zumindest den gesetzlichen Mindestlohn erreicht. Doch Kunst ist mehr als Handwerk.
    Sie entsteht aus Erfahrung, Intuition, künstlerischer Reife – aus Jahren des Lernens, Experimentierens und Scheiterns. All das fließt in ein Werk ein, das nie einfach reproduzierbar ist.

    Aus Sicht des Käufers steht oft zuerst die Wirkung im Vordergrund: Gefällt mir das? Berührt es mich? Passt es in mein Umfeld? Der Preis wirkt dann manchmal hoch – besonders, wenn man ihn mit industriell hergestellten Objekten vergleicht. Doch wer versteht, wie viel Arbeit, Können und Material hinter einem Werk stehen, sieht den Preis mit anderen Augen. Kunst ist kein Massenprodukt, sondern das sichtbare Ergebnis eines individuellen Prozesses.

    Fazit:
    Kunst hat ihren materiellen Wert – Zeit, Material, Handwerk, Erfahrung.

    Und sie hat ihren ideellen Wert – Emotion, Inspiration, Bedeutung. Beide sind legitim, beide gehören zusammen. Wer Kunst kauft, investiert nicht nur in ein Objekt für die Wand oder den Schrank, sondern in den Erhalt kreativer Arbeit.

    Exponate von Rike Stausberg – Gummersbach
    gekauft von meiner Schwägein


    Ich denke, Kunstvereine wie das Kunstforum Gummersbach oder
    wir von ENGELsART stehen für diese Balance: faire Wertschätzung
    für Künstler*innen – und ehrliche, nachvollziehbare Preise für alle,
    die Kunst lieben und kaufen möchten.

  • Ausstellung: „Von innen nach außen“

    Am 16. November 2025 um 13 Uhr ist es wieder soweit: Die Grube Weiß in Moitzfeld lädt ein zur Ausstellung mit 15 Künstler*innen. Und einer ungewöhnlichen Präsentation im „Magazin“. Diesmal werden nicht die originalen Arbeiten präsentiert, sondern deren Drucke auf großen, hochwertigen Mesh-Planen.

    Nach der Einführung besteht noch die Gelegenheit, die Künstler*innen in ihren Ateliers zu besuchen und sich über Kunst auszutauschen.

    Weitere Infos – zum Begleitprogramm und zur Finissage:

  • Gruppenausstellung in der Aggertalklinik, Engelskirchen

    Ausschnitt aus dem Gang in der Cafeteria der Aggertalklinik mit einer Reihe von Bildern, die an der rechten Wand hängen.

    Ein Mitglied von ENGELsART, Peter Leins, stellt aktuell über 10 Bilder in der Aggertalklinik aus.

    Ausstellung vom 14.9.2025 bis Ende November 2025.

    Es handelt sich um eine Gruppenausstellung mit Bildern von

    Nadine Schmalenbach, Marion Trummer, Elke E. Perder, Sabine Hilscher, Ursula Körner und Peter Leins.

    Der Verkauf der Bilder von Frau Hilscher und Frau Körner geht an die Deutsche Krebshilfe.

    Man kann die Ausstellung in der Cafeteria der Klinik zu den üblichen Öffnungszeiten einer Klinik besuchen. Kaufanfragen gerne über Frau Perder (Null 173 / 44Drei6863) oder Peter Leins (0173 / Fünf21 48 26).

  • Ausstellung: Anne Fabeck

    Die in Wiehl lebende Künstlerin Anne Fabeck präsentiert vom 30. September 2025 bis März 2026 eine Ausstellung im Amts- und Landgericht Düsseldorf – Werdener Str. 1.
    Die Einführung bei der Vernissage am 30. September um 15 Uhr hält Renate Seinsch von ENGELsART. Die Ausstellung ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr öffentlich über den Haupteingang zugänglich.


    Hier der Flyer – zum Download:


    Weitere Infos zur Künstlerin:
    https://www.artoffer.com/Anne-Fabeck

  • 2025 – Ausstellung „80 Jahre Frieden?“

    Vom 18. Mai bis 22. Juni 2025
    war im Alten Baumwolllager eine Ausstellung zu obigem Thema zu sehen.

    13 Künstler*innen von ENGELsART zeigten mehr als 30 Exponate, die sich z.T. kritisch mit Frieden, aber auch Krieg auseinander setzten.



    Hier einige Impressionen:

    Fotos: Elke Erben

  • Offenes Atelier Oberberg

    Offenes Atelier Oberberg

    8.November 2025 @ 11:00 9.November 2025 @ 18:00

    Wie jedes Jahr öffnen die oberbergischen Künstler wieder ihre Ateliers. Die Namen der Teilnehmer und ihre Anschriften finden sie im Folder, den sie hier herunterladen können:

    Die Ateliers sind Samstag und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr geöffnet

  • Poesie an der Agger

    Am 8. September 2024 wurde die „Poesie an der Agger“ hinter dem Rathaus Engelskirchen eröffnet. Nach 2022 schon die zweite Aktion dieser Art. Viele Besucher/innen waren gekommen, um sich die großformatigen Kunstwerke auf Mesh-Planen zum Thema „Sein & Zeit“ anzuschauen.

    Nach einer kurzen Begrüßung durch Tim-Oliver Kremer (Gemeinderat) und einer Einführung von Renate Seinsch (EngelsArt) präsentierten die Initiatoren dieser außergewöhnlichen Kunst-Aktion (Manuele Klein und Detlev Weigand aus Oberstaat) einige Infos zu den beteiligten Künstler/innen und deren Werke.

    Anschließend hatten die Besucher/innen noch Gelegenheit, die Texte auf den Gedankenflügeln an der Rotbuche hinter der BAV-Villa zu lesen und mit-einander ins Gespräch zu kommen. Oder der Musik und den Texten von AmöbenPank zu lauschen.

    Von den Kunstwerken gab es auch einen Kalender für 2025 – einige Exemplare wurden von den Künstler/innen signiert.

    Die Poesie an der Agger (Bildergalerie und Baum der Lyrik) konnte übrigens noch bis Anfang/Mitte Oktober bestaunt werden können.

  • Interview mit Michael Domas – 25.10.2023

    Michael Domas eröffnet unser Telefongespräch mit einem seiner Gedichte!

    Den Verächtern des Leibes

    (Es ist mehr Vernunft in deinem Leibe als in deiner besten Weisheit – Friedrich Nietzsche)

    Poesie ist oft verfänglich,
    wenn der Dichter nicht zu bänglich.
    (Freilich müssen auch die Scheuen
    ihr Verhalten nicht bereuen.)

    Anyway, kommt es zum Akte
    (schön ist das für gänzlich Nackte),
    wird sich was im Fleische zeigen
    und die Verse übersteigen.

    Tuen wird der Leib das Ich statt
    es zu reimen. Was es nicht hat,
    das Gedicht, der Leib wird’s sagen
    und in neue Verse tragen.

    So bin ich aufs Schönste eingestimmt auf unseren gemeinsamen Spaziergang zu der Veranstaltung „Die Kunst über die Liebe“, die am 4. November im Alten Baumwolllager erlebt werden kann.

    Michael Domas schreibt selbst Texte, vor allem Gedichte.

    Sprache ist das Medium seiner Wahl, um sich mit der Welt auseinanderzusetzen und Gedanken eine künstlerische Form zu geben, das heißt, etwas neben die Wirklichkeit treten zu lassen.

    Die sprachliche Gestaltung ist zugleich Vertiefung und Verarbeitung eines Themas oder einer Idee. Durch die Bindung an Vers und Reim entsteht etwas Neues, etwas Ästhetisches, das leichter macht, das Leben auszuhalten.

    An diesem trüben, regnerischen Herbsttag reden wir über die Liebe – 2die Wahl des Themas hätte nicht passender sein können!

    Erste Schritte – „Die Kunst über die Liebe“ – was war die Motivation zu diesem Projekt?

    Die Liebe trifft Menschen mit großer Wucht. Liebe ist, wie ich es mit meinem Gedicht sage, der Schnittpunkt zwischen Körper und Seele.

    Die Liebe ist eine eigene Sprache, die entdeckt und verstanden wird, indem man liebt. Nichts berührt Menschen so stark wie die Liebe.

    Und der Hass! Aber es ist eben angenehmer, über die Liebe zu schreiben, selbst über das Liebesunglück, deshalb wird kein Thema so viel besungen und bedichtet. „Herz“ und „Schmerz“ reimt sich auch heute noch – und auch heute suchen Menschen besonders häufig nach Liebesgedichten – in Zeiten des Internets lässt sich das leicht nachprüfen anhand der Klicks und Likes.

    Lyrik wirkt durch die Form über das Bezeichnete hinaus, es ist etwas darin wie in der Musik, bei der man auch über ihr Eigentliches nicht sprechen kann.

    Hier nun, beim Auftritt bei EngelsArt, kommen auch Lieder noch hinzu. Wir sind dabei ein harmonischer Dreiklang, befreundet seit unserer Jugend in Trier. Christine Reles und Jules Thesen treten gemeinsam auf als das Duo „Christine und Jules“. Mit Klavier und Gitarre begleiten sie sich zu ihren Liedern, die von den großen und kleinen Begebenheiten des Lebens erzählen. Neben den selbst komponierten von Christine Reles gibt es auch Coversongs unter anderem von André Heller, Hannes Wader, Jacques Prévert und vor allem Georges Moustaki. Mit ihrer Musik laden sie ein, Stimmungen nachzuspüren, einen Augenblick zu genießen und sich an Kunst zu erfreuen.

     Gab es von Anfang an eine genaue Vorstellung von dem Programm?

    Wir haben uns getroffen und zusammengetragen, was wir an Gedichten und Liedern in unserem Repertoire haben. Aus diesem Fundus entstand das Grundgerüst für erste Wohnzimmerkonzerte vor Freunden und Bekannten – das waren unsere ersten Schritte. Einmal unterwegs, ergaben sich viele neue Ideen – wir alle drei sind schöpferische Menschen und so entstanden immer weiter Songs und Texte, die das Programm am Samstag in Engelskirchen bereichern werden. Wir überraschen uns sozusagen selbst mit dem, was wir, einmal angestoßen, auf die Bühne bringen.

     Was war das größte Vergnügen auf dem gemeinsamen Weg?

    Jules hat eine Melodie geschrieben, in die ein Gedicht von mir hineinpasste. Das hat mich ganz außerordentlich gefreut – und es ist auch bei dem Publikum besonders gut angekommen.

     Publikum – ein gutes Stichwort! Kunst braucht Publikum – mit welcher Absicht tretet ihr auf?

    Ganz grundsätzlich hoffe ich natürlich, möglichst viele Menschen zu gewinnen für die Schönheit des gesprochenen und gesungenen Wortes. In Köln präsentiere ich im „Heimathirschen“ ein Programm unter dem Titel „poetry trifft Poesie“. Poetry Slam, also das gesprochene, gestaltete Wort, lockt Heerscharen von jungen Menschen an, von denen es ja oft heißt, sie seien geradezu analphabetisch oder doch illiterat.  Wenn sie sich begeistern für Sprachkunst – warum dann nicht dort auch ansetzen und die Schreibkunst ins Spiel bringen? Ich antworte dort in Resonanz auf die Slammer mit Gedichten. So begegnen sich spoken und written word.

    „Die Kunst über die Liebe“, so heißt unser Programm in Engelskirchen. Wir wollen die Kunst feiern, die Kunst, die über die Liebe spricht und die über sie hinausgeht. Wir hoffen, dass das Publikum unsere Begeisterung und unseren Spaß teilt!

     Was war besonders prägend während der Arbeit an dem Projekt?

    Wie sich unser Repertoire gegenseitig ergänzt und ineinandergegriffen hat, und in wie schöne Kunst jetzt meine Gedichte eingebettet sind.

     Und wie geht es weiter?

    Alles liegt in unseren Händen! Wir werden weiter auftreten – und vor allem aber weiter Lyrik und Musik machen!

    Ich bedanke mich herzlich für das Gespräch

    Katja Gerlach

    Hier finden Sie noch mehr über Christine Reles, Michael Domas und Jules Thesen:

    https://michael-domas.de

    https://www.jules-music.eu/kostproben

    https://christine-reles.de